Fantreff 2003

Der OSWFC-Fantreff 2003

DIE OSTERCON SCHLÄGT ZURÜCK

Von Manfred Mörwald und Ronny Strah

aus dem Journal of the Whills Nr. 32

Auch 2003 hatten Star Wars-Fans wieder die Gelegenheit, sich mit anderen Gleichgesinnten im Rahmen der fast schon legendären „Ostercon“ zu treffen. Unter dem Motto „100% star-frei“ geht es hier ausschließlich um die Besucher und ihre Interessen. Wir haben hier zwei kleine Berichte auf Lager, in denen unser „alter Con-Hase“Manfred Mörwald, sowie „Con-Rookie-Neuling“ Ronny Strah über ihre Eindrücke berichten.

THE SAME PROCEDURE AS EVERY YEAR

von Manfred Mörwald

Endlich war es wieder soweit. Nachmittags trafen so nach und nach die „Con´ler“ ein und begrüßten einander herzlich und freudig. Klar, manche sah man eben zuletzt vor ca. 1 Jahr. Die Freude, alle mal wieder zu sehen, ist daher immer sehr groß!

Man wartete gespannt auf das Abendessen und die Begrüßung durch die Veranstalter. Es gab reichlich Szegediner Gulasch (hmmm lecker).

Nach dem gemeinsamen „Abendmahl“ fanden wir uns im Videosaal zur offiziellen Begrüßung ein.

Die zwei Michaels und Robse machten uns alle humorvoll aber unmissverständlich auf die Regeln der folgenden Tage aufmerksam. Zudem wurde das (noch) etwas spärliche, aber ausbaufähige Programm vorgestellt.

Der Anfangsgag mit den angeblich mitgebrachten Videos zur neuen Enterprise-Staffel ging leider etwas unter. Ich persönlich fand es aber witzig, zumal es so total ernst vorgetragen wurde. Das folgende Kurzprogramm holte das alles aber wieder raus. Wir bekamen ein Schulungsvideo für Gabelstapelführer zu sehen. Das war nichts für schwache Nerven oder nervöse Mägen. Aber die Vorführung war schon wieder so schräg, dass es echt lustig war. Auch das Video von R2-D2 ‘Beneath the Dome’ war eine Schau.

Nachdem das Licht wieder an war, konnten wir einem frisch vermählten Pärchen noch nachträglich zur Trauung gratulieren. Bernhards Mutter hatte uns dazu zwei leckere Kuchen spendiert und Bernhard selbst mixte einen leckeren Cocktail. Sowohl Bernhard als auch seiner Mum sei hiermit herzlich für diesen Genuss gedankt!

Schnell bildeten sich verschiedene Grüppchen. Die einen machten Spiele, die anderen ratschten und tauschten ihre Erlebnisse vom vergangenen Jahr aus. Es trudelten auch immer noch Neuankömmlinge ein, die natürlich mit einem großen Hallo und Umarmungen begrüßt wurden. Auf jeden Fall wurde es spät, bis sich der letzte zur Ruhe begab.

Zum Frühstück gab es wie gewohnt alles reichlich. Der Küchendienst war auch wirklich auf Zack, damit alles immer frisch auf den Tisch kam (Kaffee, Brot und natürlich auch alle weiteren wichtigen Zutaten).

Tagsüber wurden dann wieder die verschiedensten Aktivitäten ausgeübt. Viele spielten Brett- und Videospiele, oder unterhielten sich einfach. Andere machten es sich mit einem Buch gemütlich, oder legten sich ihre Kostüme an und fochten Lichtschwertkämpfe aus. Ein paar legten sich wieder hin, um etwas Schlaf nachzuholen.

Abends ging es dann zum traditionellen „Karfreitags-Schnitzelessen“ nach Oettingen in den Gasthof „Zur Post“. Da sind wir nun auch schon sehr bekannt. Das Essen dort ist absolut lecker! Danach wieder zurück zum Conhaus, um sich wieder den üblichen Aktivitäten hinzugeben – sprich Spiele, kuscheln vorm Kamin od. Videos anzusehen usw.

Am schwarzen Brett sind immer auch einige Vorschläge zu finden – für Spielgruppen, gemeinsame Fahrten nach Oettingen, Kochgruppen und vieles mehr. Da ist für jeden Geschmack was dabei.

Den Karsamstag nutzten dann auch noch einige, um sich für das Osterwochenende noch mit etwas Essbaren einzudecken, oder sich in Nördlingen einfach nur die historischen Denkmäler anzusehen. Ein kleiner Teil hatte sich wieder in Kostüme geschmissen, es wurde sogar ein Darth Maul gesichtet (man konnte bei der Entstehung der Gesichtsbemalung zusehen).

Am Nachmittag gab es dann ein Highlight (wehre mich entschieden gegen das Highlight… Anm. v. Robert): Robert Eiba, Clubleiter des OSWFC, kam und brachte News und Infomaterial zur JEDI-CON 2004 mit. Er ließ es sich aber nach dem „offiziellen“ Teil nicht nehmen, mit den Con´lern zu plaudern und Spaß zu haben. Auch dieser Tag endete mit Spielen, Videos, Karaoke und Rumlümmeln im Kaminzimmer sehr, sehr spät. Die Ostercon ist definitiv nichts für „Früh-ins-Bett-Geher“. Ansonsten versäumt man so einiges!

Sonntag – schon der vierte Tag! Ein besonderer Morgen ist angebrochen. Heute findet das Osternest-Suchen statt. Das ist, wie jedes Jahr, ein Riesenspaß, denn es kann u. U. vorkommen, dass so manches Osternestchen plötzlich von Ort zu Ort wandert und manchmal gar nicht so schnell gefunden wird. Bei jedem Fund gibt es dann immer ein großes Hallo. Es ist immer wieder faszinierend, wie Michael S. und seine Helferlein es schaffen, die Nester so super gut zu verstecken (vor allem so spät in der Nacht)

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt ist der Con-Marsch. Betreut, organisiert und moderiert von „Pasti“. Die fünf Gruppen schlugen sich also durch die „Wildnis“ und durften mehrere Aufgaben mit Schwerpunkt Star Wars erfüllen. Betreut wurde die Strecke durch Marschhelfer.

Der Marsch fordert eine Mischung aus Kreativität, sportlicher Aktivität und Teamgeist. Aber ein absolutes Muss ist am Ende die Präsentation der einzelnen Gruppen – echt gigantisch und total witzig!!!

Wie es der Zufall wollte, gewann die erste Gruppe den ersten Preis, die zweite den zweiten usw.. Die Preise wurden vom OSWFC gestiftet.

Das Wetter meinte es auch an diesem Tag wirklich gut mit uns. Das machte das Ganze natürlich um so schöner und unvergesslicher!

Ostermontag – eigentlich ja schon der „letzte“ Tag. Das nach wie vor schöne Wetter animierte uns, unsere Spiele- und Plauder-Sessions ins Freie zu verlegen.

Ein Blick auf das Tagesprogramm zeigte, dass sich die Con tatsächlich dem Ende zuneigte, denn dort stand ganz groß der Termin für unser Abschiedsessen. Leider reisten auch schon einige Teilnehmer vorzeitig ab. Es wurden dann immer wieder Adressen und Telefonnummern ausgetauscht, damit der Kontakt bis zur nächsten Con nicht völlig abreißt. Das ist das Tolle an dieser Con: Du kannst alte Bekannte treffen und auch Neue kennenlernen und dich ausgiebig über Star Wars auslassen.

Nach dem Abendessen machten es sich die meisten dann noch einmal im Kaminzimmer vor dem Feuer gemütlich. Es wurde noch lange geplaudert!

Dienstag – der große Putztag! Nach einem etwas hektischem Frühstück wurde das Haus von allen restlichen Teilnehmern gereinigt. Dieses mal schafften wir in Rekordzeit die Aufräumarbeiten, da sind wir mittlerweile auch schon routiniert. Danach ging es ans Abschiednehmen – immer eine traurige Angelegenheit. Aber wir sehen uns ja nächstes Jahr unter allen Umständen wieder!

BOSHUDA MEINE FREUNDE

von Ronny Strah

Ich will euch mal beschreiben, wie ich die Ostercon erlebt habe. Es war meine erste Con, und ich wusste gar nicht, was mich erwartet. Um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung. Ich habe mich spontan entschlossen, zur Con zu fahren und das auch nur, weil 2 Bekannte, die ich im Netz kennen gelernt hatte, mich dazu inspirierten. Und so habe ich mich 2 Tage vor der Con angemeldet.

Da die Betten schon alle ausgebucht waren, musste ich auf einem Feldbett schlafen, was mich aber nicht sonderlich störte. Als Jedi passt man sich halt überall an. 😉 Mann, war ich nervös. Immerhin kannte ich absolut keinen und ich hatte auch einen etwas weiteren Anfahrtsweg. Aber ich brauchte ja nicht den ganzen Weg alleine fahren. Bei Paderborn habe ich meine beiden Bekannten, die ich aus dem Netz kannte, getroffen, und somit war die Fahrt wesentlich interessanter. Es war unser erstes Zusammentreffen, und für sie war es ebenfalls der erste Conbesuch.

Am Donnerstag Nachmittag kamen wir dann endlich an. Wir gehörten zu den Ersten und wurden von Michael begrüßt. Er führte uns durchs Haus, zeigte uns alle Räumlichkeiten und hat uns direkt zum Küchendienst eingeteilt. Ich hatte Glück und durfte direkt am nächsten Morgen ran, somit hatte ich es schnell hinter mir.

Nun ging es dran, Kontakte zu knüpfen. Und ich muss schon sagen, dass ich positiv überrascht war. Obwohl viele regelmäßig zur Con fahren und sich zum größten Teil untereinander kannten, wurden wir Neulinge sofort freundlich begrüßt und aufgenommen. Man kam schnell ins Gespräch. Was mich vor allem faszinierte: ich konnte mich mit jedem über Star Wars richtig unterhalten. Endlich habe ich Gleichgesinnte gefunden, die verstehen, wovon ich rede und auch die ganzen Geschichten aus dem Expanded Universe kannten.

Am Abend wurden wir dann von den Veranstaltern offiziell begrüßt. Es ging echt locker zu. Wir saßen gemütlich zusammen und tratschten über Star Wars & Co. Es wurden Gesellschaftsspiele gezockt, diskutiert und gelacht. Ich fühlte mich richtig wohl. Und das, obwohl ich bei Monopoly (klassische Trilogie) am Verlieren war. Und so wurde der erste Abend laaaaaaaang für mich.

Der nächste Tag begann locker. Obwohl ich erst spät in der Nacht ins Bett kam, bin ich gegen 7 Uhr morgens schon fit in die Küche gegangen. OK, um ehrlich zu sein, dachte ich, dass ich verschlafen und den Frühstücksdienst verpasst hätte, (ich hatte keine Uhr dabei) da es schon hell war und ich Geräusche in der Küche hörte. Schnell angezogen bin ich runtergeeilt, nur um festzustellen, dass jemand schon um diese Zeit am Spülen war. Nun ja, da ich ja schon mal wach war, konnte ich auch gleich mithelfen.

Ich war überrascht, wie viele Sith und Imperialen-Anhänger es gibt. Zu meiner Überraschung waren sie in der Überzahl. Aber zur Abwechslung kamen Sith, Imps, Jedi und Reps gut miteinander aus. Ich glaube, so einen Frieden wünscht man sich immer in der Galaxis. Wir hatten viele Freizeitmöglichkeiten. Wir haben Filme dagehabt, einen Gamecube, wo wir ‘Clone Wars’ und ‘Rogue Leader’ per Videobeamer gezockt haben, und generell wurde uns nicht langweilig. Man hatte ja viel zu erzählen.

Was mir persönlich am meisten Spaß gemacht hat, waren die Lichtschwertduelle, die einige von uns geführt haben. In den Filmen sieht das im Gegensatz zur Realität immer so locker und einfach aus. Die Lichtschwertkämpfe schlauchten richtig. Hätte ich nicht gedacht. War aber echt spaßig.

Genial waren die Fanfilm-Videos. Ich muss schon sagen, was da so manche Freizeitfilmer gebastelt haben, ist schon phänomenal! Am meisten imponiert hatten mich die Trailer von ‘Tydirium’. Also, wenn ich den Trailer sehen würde und nicht wüsste, dass es ein Fanfilm ist, dann würde ich fragen, wann George den Film zwischen Episode II und III gedreht hat??? Einfach göttlich. Was ich auch witzig fand, war der „wahre“ Grund, warum die Titanic untergegangen war. Sie fiel einen imperialen Angriff zum Opfer.

Am Samstag war der große Tag, wo die Kostüme präsentiert wurden. Und ich muss schon sagen, was ich da gesehen habe, war schon der Hammer. Wie viel Liebe in den Kostümen steckte. Genial! Ich selber hatte leider keins. Aber ich bin ja ein moderner Jedi und trug meinen ganzen Stolz am Gürtel. Mein Original-Lichtschwert!!!

Leider musste ich schon am Samstag abreisen, da ich einen Termin hatte, der nicht mehr abgesagt werden konnte. Ich hatte mich spontan entschlossen, zur Con zu kommen. Ich fand es sehr schade und wäre gerne bis zum Schluss geblieben.

Ich ziehe ein sehr positives Resümee zur Con. Die ganzen anwesenden Leute waren einfach super. Man wurde sofort als Neuling in der Gemeinschaft aufgenommen und ich fühlte mich einfach pudelwohl. Ich kann diese kleine, man kann schon sagen “familiäre Con” jedem Star Wars-Fan nur empfehlen und ich werde auf jeden Fall versuchen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Möge die Macht mit euch sein!

Fan